Berlin:
GILGIAN GELZER
Walk the line
17. APRIL – 30. MAI 2015

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In seiner künstlerischen Arbeit erkundet Gelzer drei Medien gleichzeitig: Zeichnung, Malerei, Fotografie. Dabei hält er sich streng an die Eigenheiten der jeweiligen Verfahren. Gemeinsam verschaffen diese dem Betrachter ein asynchrones Erleben von Dauer – in dem sie zugleich auch ihren Ursprung haben. Gelzers Methodik ist sowohl tätig als auch kontemplativ.
Seine Arbeiten stellen den Begriff des Räumlichen selbst als auch die Formwerdung innerhalb des Raumes infrage. Sprache, Übersetzung, Diktion, Unbeholfenheit, Versagen, Instabilität, Herzrhythmusstörungen, Barbarei und vieles mehr spiegelt sich in Gelzers durch und durch hybriden Werk wider – als spräche ein abstraktes Unterbewusstsein, das seine Reichweite permanent auslotet.

„… seine Zeichnungen sind so gross, dass man die körperliche Bewegung und auch die Anstrengung bei der Ausführung zu spüren meint.
Offensichtlich sind die grossen Zeichnungen, die manchmal grösser sind als ein stattlichen Gemälde, auf dem Boden entstanden. Erst in der Endphase montiert er sie an eine Wand, um das Ergebnis zu überprüfen, bzw. um da und dort noch Ergänzungen vorzunehmen und korrigierend eingreifen zu können. Der Künstler muss sich damit gleichsam mitten in der Zeichnung befunden haben, auf ihr kniend oder gar stehend …
Gilgian Gelzer hat bereits in den achtziger Jahren des 20 Jahrhunderts seine persönliche Bildsprache gefunden. Seiher hat er sie verfeinert, mal mehr verdichtet, dann wieder gelockert. Auch das Schwarz/Weiss ist einmal stärker im Vordergrund als die Vielfarbigkeit und umgekehrt …“

Paul Tanner, Leiter der Graphischen Sammlung der ETH Zürich über Gilgian Gelzer

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He is engaged in the concurrent exploration of three media: drawing, painting and photography. The specific features of these practices are rigorously adhered to, and all of them produce – and are produced by – an asynchronous experience of duration. Through an approach that is both active and contemplative at once, his work questions the definition of space and the way form takes place within it.Language, translation, idiom, awkwardness, failure, instability, arrhythmia, barbarism, etc.: these are all reflected in work that is fundamentally hybrid, as if involved with the expression of an abstract unconscious mapping its collective reach.

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