Berlin:
JOHANNES ULRICH KUBIAK
Sammlung
6. NOVEMBER – 19. DEZEMBER 2015

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Sammlung

Das Zusammentragen, die Menge und Häufung, das Ablegen und Sortieren und zugleich auch die Konzentration, die Klausur, das Fokussieren einer Form oder Farbe.
Johannes Ulrich Kubiak ist in vielen Fällen ein Maler des Wassers. Es ist in vielen Gemälden, erst recht in den Aquarellen, in unterschiedlicher Form anwesend: als Tropfen, als Dunst, als Spritzer, als der Saft in den Pflanzen der meist außerordentlich üppigen Vegetation, als Getränk, als Durst, als Brunnen usw. – Das Sujet, das sich meistens erst nach und nach erschließt, mag ein relativ trockenes, mitunter drastisches Thema ansteuern, die Malweise ist immer aquarisch. Man kann sich vorstellen, dass jedes dieser Bilder einmal als ein Rinnsal begonnen hat, und zugleich kann man es sich nicht mehr vorstellen.
Kubiaks Bildräume sind immer voll bis an die Ränder. Sie sind überschwemmt von Kleinteiligkeit, Oberfläche einer jäh angestiegenen Wut der Natur, eines „élan vital“, oft rot wie Feuer, aber auch Ergebnis einer Malwut zwischen Akribie und Hingabe.

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Collection

The compiling, the quantity and accumulation, the filing and sorting, and simultaneously, the concentration, the inclosure, the focus of a shape or color.
Johannes Ulrich Kubiak is often a painter of water. It appears in many paintings, most naturally in the watercolors, and in all its forms: as drops, as vapor, as splashes, as a sap in plants of a most extraordinarily lush variety; as a beverage, as thirst, as fountains, etc. The subject that only little by little reveals itself may provoke drier, sometimes harder, themes, but paint-wise is always water-ish.
One can imagine that each of these works began as a trickle, yet at the same time one cannot imagine how.
Kubiak’s spaces are always packed to the edges. They are flooded with tiny details, their surfaces giving rise to a sudden fury of nature, an „élan vital“, often as red as fire, but the result, too, of a fury in painting between meticulousness and devotion.

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