Berlin:
HAN KLINKHAMER
Hidden traces
10. JUNI – 31. JULI 2016

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o. T. / 2016 / Décollage, Zeichnung / 200 x 150 cm

o. T. / 2016 / Décollage, Zeichnung / 200 x 150 cm

o. T. / 2016 / Öl auf Leinwand / 30 x 40 cm

o.T. / 2016 / Öl auf Leinwand / 30 x 40 cm

o.T. / 2016 / Öl auf Leinwand / 30 x 40 cm

o.T. / 2016 / Öl auf Leinwand / 30 x 40 cm

o.T. / 2015 / Öl auf Leinwand / 50 x 70 cm

o.T. / 2015 / Öl auf Leinwand / 60 x 80 cm

o.T. / 2016 / Öl auf Leinwand / 90 x 110 cm

o.T. / 2016 / Öl auf Leinwand / 130 x 160 cm

o.T. / 2016 / Öl auf Leinwand / 140 x 180 cm

HAN KLINKHAMER
HIDDEN TRACES
10. Juni – 31. Juli 2016

HAN KLINKHAMER
– HIDDEN TRACES

HAN KLINKHAMER

geb. 1950 in Oss / Niedelande
Studium an der Folkwangschule, Essen, Deutschland und der Kunstakademie in Warschau, Polen (Stipendium)
lebt und arbeitet in Demen, Niederlande

Die Arbeiten auf Leinwand und auch die auf Papier zeigten bruchstückhafte Impressionen von Sträuchern, Pflanzen und Gräsern. Einige gruppierten sich um kraftvolle Grundformen, meist jedoch verschmolzen die Strukturen in wilden Farbtupfern oder kreuz und quer gezeichneten Linien und Blattmustern. Die meisten der Arbeiten auf Papier bestanden aus mehreren Farbschichten. Einige waren zunächst vollständig mit schwarzer Farbe bemalt worden und der Künstler hatte anschließend mit einem scharfen Messer in das dicke Papier geritzt und geschnitten, sodass weiße Formen zum Vorschein kamen. Beim Schnitt in das Papier entstanden dabei mitunter tiefe Löcher, die Klinkhamer anschließend mit weiteren auf die Rückseite geklebten Papierbögen abdeckte. Auf diese Weise entstanden die mehrschichtigen Papierarbeiten mit ihren schwarzen und weißen Formstrukturen – temperamentvolle, fast schon schwirrende dreidimensionale Mosaike. Diese Vielschichtigkeit bringt ständig neue Bildfragmente zum Vorschein und stellt die Fokussierung permanent auf die Probe. Die Erkundung dieser Gemälde wird so zu einem interaktiven Abenteuer.

Die gleiche Technik wandte Klinkhamer bei seinen großen Gemälden an: Er trug das Material auf, kratzte es wieder ab, füllte die entstandenen Spalten auf und übermalte das Ganze. Aus der Nähe wirkte die Leinwand wie mit endlosen Farbklecksen bedeckt, scheinbar nach dem Zufallsprinzip verteilt und zu einer dickenFarbkruste geronnen. Aus der Entfernung aber schienen sich die Pflanzengebilde allmählich zu entwirren. Und als das diffuse Tageslicht über die vernarbten Farbschichten strich, hatte ich den Eindruck, als werde die dargestellte Natur sogar zum Leben erweckt. Während ich in Betrachtung versunken dastand, schienen sich die dicken Farbschichten nach und nach zu lösen, und schließlich sah ich im dichten Gebüsch nicht mehr als ein Spiel aus Licht und Schatten.

Han Steenbruggen, Museum Belvédere, NL

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The works on canvas, as well as those on paper, showed fragmentary impressions of shrubbery, plants and grasses. Sometimes they concentrated around a number of powerful main shapes, but mostly they merged into wild whirling of dabs of paint or criss-crossed lines and leaf patterns. The works on paper mostly existed of several layers of paint. Some were initially completely painted in black, after which the artist scraped and cut into the thick paper with a sharp knife, so that white shapes appeared. In his need to penetrate into the paper he often went so far thatdeep holes were created, which he consequently covered by gluing other sheets of paper to the back. And so layered painting on paper came into being with form structures in black and white, which produced a very vivacious, sometimes almost vibrate, three-dimensional mosaic. The continuing diversity of positive and negativ rendered picture fragments constantly put focussing to the proof and made experiencing these paintings into an interactive adventure.

In the large paintings Klinkhamer also followed the procedure of applying material,scraping it away, filling up the crevices and painting over then again. From nearby it looked as if the had spread fat daubs of paints, endlessly and seemingly at random, all over the canvas until they coagulated into a thick crust of paint. From a distance the vegetative impressions seemed to disentangle themselves slowly, and when the diffuse light from outside brushed along the pockmarked coats of paint, portrayed nature even seemed to come alive. During my engrossed observation the thick coats of paint slowly dissolved and then I merely saw how light and shadow played together in the dense shrubbery.

Han Steenbruggen, Museum Belvédere, NL

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