● Berlin
Jens Jensen, David Evison
Malerei, Skulptur
10.3. – 24.4. 2021
Arbeiten
Jens Jensen + David Evison
Der Maler Jens Jensen und der Bildhauer David Evison kennen sich, empfunden, seit Ewigkeiten. Kennengelernt haben sich beide an der Hochschule der Künste Berlin (jetzt Universität der Künste). Jens Jensen war dort von den 1970er Jahren bis 2005 Lehrbeauftragter in unterschiedlichen Bereichen, David Evison ab 1985 bis 2010 Professor für Bildhauerei.
So unterschiedlich ihre Herkunft und Entwicklung ist: Jensen wuchs in Ahrensburg bei Hamburg auf, arbeitete unter anderem als Jazztrompeter bis er Anfang 1960 nach Berlin ging und sich dort ausschließlich der Zeichnung, Druckgrafik und Malerei widmete. Als Jazztrompeter liebte Jensen die Improvisation, betrachtet man seine Malerei auf Leinwand und Papier, scheint er ebenso zu handeln. Seine umfangreichen Serien von Papierarbeiten wie zum Beispiel „La Place“ oder auch „Les Copains de Nuit“ sind ein Beispiel dafür, welche Freiheiten er sich nimmt. Wie früher als Musiker variiert er in seinem bildnerischen Schaffen Themen, spielt Möglichkeiten durch bis hin zur fortwährenden Selbstbefragung, fertig oder nicht fertig.
David Evison wurde in China als Missionarssohn geboren, lange Zeit pendelte er zwischen Großbritannien, China und Deutschland. Als Jens Jensen Anfang der 1960er Jahre seine Trompete in die Ecke stellte, begann David Evison sein Bildhauerei Studium in London. Basierend auf einer genauen Kenntnis der klassischen Skulptur lotet er in seinen Werken die Grenzen und Möglichkeiten der Bildhauerei aus. Dabei scheint er keine Einschränkungen zu kennen, sondern es geht um reine künstlerische Freiheit.
Beide fühlen sich dem amerikanischen abstrakten Expressionismus verbunden und erschaffen ganz eigene Formenwelten. Diese bewegen sich zwischen Abstraktion auf der einen, und dem Spiel mit gegenständlichen Bezügen, auf der anderen Seite. Beide Künstler lassen der Phantasie des Betrachters freien Lauf, vieles scheint anzuklingen ohne jedoch wirklich greifbar zu werden.
Im Auftrag der UdK, Berlin durchstreiften Evison und Jensen im Jahr 2000 New Yorker Ateliers. Sie sollten einen Künstler der 3. Generation der abstrakten amerikanischen Expressionisten auswählen, der dann für eine Gastprofessur und Ausstellung an der UdK gewonnen werden sollte. Als sie beide das Studio von John Adams Griefen betraten, stand ihre Empfehlung schlagartig fest. Griefen erhielt die Professur und Ausstellung 2002. Bis heute sind alle drei befreundet und besucht man sie in ihren jeweiligen Ateliers, Griefen lebt und arbeitet inzwischen in Frankreich, begegnen einen überall Arbeiten der Freunde.
Die erste gemeinsame Ausstellung der Künstler David Evison und Jens Jensen in der Galerie Born war übrigens 2013 eine Dreier-Ausstellung, John Adams Griefen war der dritte Künstler.
Matthias Fuhrmann, Februar 2021
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Jens Jensen – untitled, 2008, Acryl auf Papier, 115 x 78 cm
Jens Jensen – untitled, 2010, Acryl auf Papier, 115 x 78 cm
Jens Jensen – untitled, 2010, Acryl auf Papier, 115 x 78 cm
Jens Jensen – untitled, 2010, Acryl auf Papier, 78 x 115 cm
Jens Jensen – untitled, 2010, Acryl auf Papier, 78 x 115 cm
Jens Jensen – untitled, 2013, Acryl auf Papier, 78 x 115 cm
Jens Jensen – untitled, 2010, Acryl auf Papier, 78 x 115 cm
David Evison – Whorl, 2019, Stahl u. Kupfer, 92 x 42 x 73 cm
David Evison – Pennant, 2019 – 2021, Stahl u. Kupfer, 185 x 103 x 77 cm
David Evison – Pendel, 2019 – 2021, Stahl u. Kupfer, 177 x 103 x 78 cm
David Evison – Meander, 2019, Stahl u. Kupfer, 99 x 78 x 63 cm