Berlin:
Strawalde
Goldstaub
14. Juni – 27. Juli 2019

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STRAWALDE
1931 geboren als Jürgen Böttcher in Frankenberg / Sachsen
1949 – 53 Studium der Malerei an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden
1955 – 60 Studium an der Filmhochschule Babelsberg, Fach Regie
lebt und arbeit in Berlin

GOLDSTAUB
Rund 20 Jahre währt die Zusammenarbeit mit dem Künstler Strawalde nun schon. Wieviele Ausstellungen ich mit ihm in dieser Zeit konzipiert und gehängt habe, haben wir beide nie nachgerechnet. Ausstellungen unterschiedlichster Formate, großformatige Ölmalerei für die Ausstellung anlässlich seines 85. Geburtstages in der St. Matthäus Kirche, Leinwände, Zeichnungen, Collagen in unterschiedlichen Größen für diverse Galerie Präsentationen. Bei einem Atelierbesuch zeigte mir Strawalde eine Mappe mit kleinformatigen Collagen, alle ca. 21 x 14 cm groß. Schon bei der ersten Durchsicht war ich begeistert. Damals nahm ich die Mappe mit, um digitale Reproduktionen anfertigen zu lassen. Und je öfter ich mit die einzelnen Blätter ansah wurde immer klarer, dass diese kleinen Formate alles zeigen, was Strawalde in seinem gesamten künstlerischen Schaffen antreibt, ihn interessiert. Wie in der Malerei, setzt er einen ersten Punkt und aus diesem scheint sich selbstverständlich das Blatt zu entwickeln. Wenn man das Glück hat wie ich, das Atelier zu kennen, die ungeheure Materialsammlung, Blätter aus Papier, Kartonagen, die sich türmen, alte Japanische Schriften, französische Stoffmuster-Kataloge … und vieles mehr. Entdeckt und erworben vom Künstler auf seinen Reisen, vieles in Pariser Antiquariaten und auf Märkten. Mit diesem riesigen Fundus wird meisterhaft gespielt, wie selbstverständlich fügt sich alles zusammen. So auch bei den sechs kleinen Bronzeskulpturen, dreidimensionale Ma-lerei, dreidimensionale Collagen. Alle gegossen und patiniert, zum Teil versilbert bei Marc Krepp in Berlin, alle in kleiner Auflage, die mit dem sechsten Guss abgeschlossen ist, alles reiner Goldstaub.

Matthias Fuhrmann, Mai 2018

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