Berlin:
ANGELA DWYER
Maelstrom
10. Januar – 22. Februar 2014

 

Angela Dwyer

 

1961 geboren in Palmerston North, Neuseeland
1978 Studium Art Conservation, Dunedin
1979 – 1981 Studium Otago School of Fine Arts, Dunedin, Neuseeland
1983 Studium and der Gippsland School of Visual Arts, Victoria, Australien

lebt und arbeitet in Berlin

 

Maelstrom

 
Angela Dwyer, 1961 in Neuseeland geboren, studierte in Neuseeland und Australien bildende Kunst. Sie lebt und arbeitet seit 1984 in Berlin. In Deutschland und verschiedenen anderen europäischen Ländern hat Angela Dwyer ihre Arbeiten bisher auf zahlreichen Einzelausstellungen, Gruppenausstellungen und in Kunst­projekten gezeigt. 2013 waren ihre Installationen im Georg Kolbe Museum Berlin in der Ausstellung »Farbe Raum Farbe« zu sehen. 2009/10 war Angela Dwyer Gastprofessorin an der Akademie der Bildenden Künste in München und arbeitet zur Zeit als Dozentin am Institute of Design Berlin.

Heutzutage suggeriert der Gebrauch von Handschrift an sich schon eine Intimität zwischen dem Künstler und dem Betrachter. Wörter in der Kunst eröffnen eine Fülle von intellektuellen oder persönlichen Interpretationen und Assozia­tionen, die jede und jeder auf sie projizieren oder ihr als Sinn entnehmen kann. In den Schriftarbeiten von Angela Dwyer ist die Platzierung von Wörtern genauso wesentlich für Reflektion und Erinnerung wie ihre Bedeutung oder wie Farbe. Und indem Dwyer Wörter aus ihrem ursprünglichen Kontext herauslöst und sie als Bild-Elemente zeigt, werden sie in den Bereich der Zeichnung versetzt. Angela Dwyer spielt nicht nur mit den Ideen, auch mit den Methoden des Cut-and-Paste-Prozesses. Darin vermischt sie beispielsweise Textzeilen von einer Dichterin mit denen von anderen (Herta Müller, Friederike Mayröcker, Hone Tuwhare, Gottfried Benn, Nadja Küchenmeister, Peter Handke, James K. Baxter), wechselt von der ersten in die dritte Person, streicht Texte durch, verschmiert sie und legt verschiedene Sprachen zusammen, weil sie daran glaubt, dass gewisse Dinge nur in der einen oder anderen Sprache gesagt werden können und eine individuelle Handschrift ähnlich einer fremden Zunge sein kann. Ein Moment des Diskurses fin­det zwischen den Wörtern Anderer und der expressiven Handschrift der Künstlerin als Zeichnung statt.

Der originale Maelstrom (von Edgar Allen Poe, Verne and Melville als riesige wirbelnde Bewegung beschrieben) ist der Norwegian Mosks­traumen, eine machtvolle Konjunktion zwischen zwei Gezeitenströmen, der Legende nach ein Mahlen aus Macht, Gier und Zau­berei. In vielen Sprachen ist Maelstrom ein Synonym für das Chaotische, für starke Emotionen und das machtvoll Ver­schlingende, für unsere Ohnmacht gegen höhere Gewalt und Naturereignisse. Die Arbeit von Angela Dwyer, changierend zwi­schen dem Bild als Text und dem Text als Bild hat tiefe private Momente, die in einer sich rapide verändernden Welt wahrgenommen und zelebriert werden wollen.

 

 

ANGELA DWYER

Maelstrom, 2014
5,– € ► bestellen
29,7 x 21 cm, 8 Seiten
© 2014 Angela Dwyer + Galerie Born
PDF-Download: Angela Dwyer – Maelstrom

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